Anbau
Die Kakaofrucht gilt nach dem Erdöl und Kaffe als das nächst wichtigste Handelsgut auf dem internationalen Rohstoffmarkt. Die Kakaofrucht kann jedoch nur in einem bestimmten Klimagebiet rund um den Äquator angebaut werden. Voraussetzung ist nämlich die Vegetation des tropischen Regenwaldes. Daher sind die Länder mit den höchsten Exporterträgen auch allesamt Länder aus Lateinamerika oder Afrika.Die Früchte des Kakaobaumes sind je nach Sorte gelb, orange oder violett und sehen aus wie Rugby-Bälle. Sie wachsen direkt am Stamm und an den großen Ästen des Baumes, welcher ungefähr so groß wie ein Apfelbaum ist. Die Kakaofrüchte reifen das ganze Jahr über. Mit dem geschulten Blick der Kakaobauern können sie an der Färbung der Früchte erkennen wann die jeweiligen Früchte reif sind. Wenn dies der Fall ist, werden sie mit einem Messer vom Baum abgeschlagen. Im Inneren der Früchte sind 20 bis 60 Samen, die “Kakaobohnen” genannt werden. Diese Bohnen sind eingebettet in einer glibbrigen Masse, die “Fruchtpulpa”.
Nach der Ernte werden die Kakaofrüchte aufgeschlagen und diese Bohnen zusammen mit der Pulpa von Hand herausgelöst. Um den erhalt der Pulpa zu gewährleisten, müssen die frisch geernteten Bohnen schnellstmöglich zum nächsten Lager gebracht werden, um dort den ersten Schritt der Veredelung zu durchlaufen.